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Begriffe aus den Themenbereichen Kommunikation und Lernen.  

Wer sich mit der Kommunikation von Mensch zu Mensch beschäftigt, wird oft mit Fach- und Fremdwörtern konfrontiert.

Im weiteren Text finden Sie die folgenden Begriffe erläutert: Was ist ...

Dialekt, Dialektik, dialektisch, Dialog, Gestik, Kinesik, Körpersprache, Mediation, Mediator, Mimik, Moderation, Moderator, moderieren, Monolog, nonverbal, paraverbal, Präsentation, präsentieren, Rhetor, Rhetorik, rhetorisch, Transaktion, Transaktionsanalyse, verbal, visualisieren, Visualisierung.

Fehlt Ihnen etwas wichtiges oder ist eine Erklärung nicht klar genug, informieren sie uns bitte.

Dialekt

Mundart, regional begrenzte Sonderform einer Sprache; regionale Variante einer Sprache. In einigen Fällen stellen sich Dialekte wie eigene Sprachen dar, z.B. Schwäbisch.

Dialektik

Laut Duden: Erforschung der Wahrheit durch Aufweisung und Überwindung von Widersprüchen; Gegensätzlichkeit.

Für uns: Die Kunst zu überzeugen, wobei der Schwerpunkt auf allen Transaktionen liegt, die Dialoge darstellen:

Verkaufsgespräche
Verhandlungen
Bewerbungsgespräche
Reklamationen
usw.

Elemente aus der Rhetorik bilden immer die Grundlage für erfolgreich angewandte Dialektik.

Dialektisch

Laut Duden:

mundartlich;

die Dialektik betreffend;

auch für spitzfindig;

dialektische Methode (von den Sophisten ausgebildete Kunst der Gesprächsführung; das Denken in These, Antithese, Synthese [Hegel]).

Dialog

Laut Duden: Zwiegespräch; Wechselrede.

Also aus unserer Sicht: Alles, was mit verhandeln, überzeugen, deeskalieren, kritisieren usw. zu tun hat, und damit in den Bereich der Dialektik fällt. Im Gegensatz dazu fällt eine Rede oder ein Vortrag eher als Monolog aus.

Gestik

Alle Botschaften, die unser Körper mit den Händen und Armen ohne gesprochene Äußerungen übermittelt:

Bewegung und Stellung der Arme
Bewegung und Stellung der Hände
Form und Ausrichtung der Hände

Die Gestik ist Teil der Körpersprache.

Kinesik

Laut Duden: Wissenschaft, die sich mit der Erforschung der Körpersprache beschäftigt.

Körpersprache

Alle Botschaften, die unser Körper ohne gesprochene Äußerungen, d.h. nonverbal, von sich gibt:

Mimik - das Gesicht
Körperhaltung - stehend und sitzend
Gestik - Hände und Arme
Beine - Haltung und Aktivität
Stimme - Lage und Geschwindigkeit
Äußeres - Frisur, Kleidung, Geruch, Schmuck usw.

All diese Ausdrucksmittel werden durch das Unterbewusstsein gesteuert und unterstreichen damit unsere verbalen Aussagen oder widersprechen ihnen. Ein Mensch, der geübt ist im Beobachten der Körpersprache kann recht sicher identifizieren, ob sein Gesprächspartner sagt, was er meint, ob er wenig vom Gesagten überzeugt ist, oder ob er gar lügt. Ein immer wieder eindrucksvolles Beispiel ist die Person, die "Ja" sagt und gleichzeitig mit dem Kopf schüttelt.

Mediation

Laut Duden:

Vermittlung eines Staates in einem Konflikt zwischen anderen Staaten;

Vermittlung zwischen Streitenden [z.B. Scheidungswilligen]

Mediator

Laut Duden: (veraltet) Vermittler, Schiedsmann.

Der Begriff wird in neuerer Zeit oft von Rechtsanwälten für eine Tätigkeit als Schlichter, Vermittler oder Schiedsperson verwendet. Verschiedene Institutionen bieten Ausbildungen zum Mediator an.

Mimik

Sämtliche Botschaften, die unser Körper mit dem Kopf und dem Gesicht ohne gesprochene Äußerungen, d.h. nonverbal, vermittelt:

Kopfhaltung
Stirn
Augen mit Augenbrauen
Nase
Mund
Backen
Kinn

Die Mimik ist Teil der Körpersprache.

Moderation

Laut Duden:

1. (veraltet) Mäßigung; Gleichmut.

2. Leitung und Redaktion einer Rundfunk- oder Fernsehsendung.

Wichtig für uns: Zielorientierte Leitung einer Gruppe von Diskutanten; Mäßigung der möglicherweise in der Diskussion erhitzten Gemüter. Eine Moderation kann auch die begleitende Leitung einer Konferenz oder einer sonstigen Veranstaltung sein.

Moderator

Laut Duden: jemand, der eine Sendung moderiert.

Für uns relevant: jemand, der eine diskutierende Gruppe leitet. Dabei dient der Moderator der Gruppe in einer Weise, dass die Gruppe die Chance hat, im Gespräch ihre Ziele zu erreichen. Der Moderator erarbeitet eine Agenda und achtet beim Gespräch darauf, dass diese eingehalten wird. Der Moderator achtet als "Polizist" darauf, dass in der Diskussion der Respekt gewahrt bleibt, dass alle zu Wort kommen und dass kein Teilnehmer ausufernd Redezeit in Anspruch nimmt. Der Moderator wird in der Regel keine Sachbeiträge liefern, um seine Autorität in der Runde nicht zu gefährden.

Darüber hinaus ist der Moderator diejenige Person, die begleitend durch eine Konferenz oder eine sonstige Veranstaltung führt.

Moderieren

Laut Duden: Rundfunk, Fernsehen durch eine Sendung führen, [eine Sendung] mit einleitenden und verbindenden Worten versehen; veraltet, aber noch landschaftlich für mäßigen.

Für uns relevant: eine Diskussion leiten bzw. begleitend durch eine Konferenz  oder eine sonstige Veranstaltung führen.

Monolog

Laut Duden: Rede einer einzelnen Person (im Unterschied zum Dialog).

Nonverbal (oft gesehen: non-verbal)

Laut Duden: nicht mit Hilfe der Sprache.

Also: Übermittlung von Informationen mit Mitteln der Körpersprache, aber auch mit Hilfe von Leucht- oder Rauchzeichen, der Gebärdensprache usw.

Paraverbal

Alle Signale der Stimme mit Ausnahme der Worte selbst:

Stimmlage und -höhe

Resonanzraum (Fülle der Stimme)

Artikulation (Lautbildung, deutliche Aussprache)

Lautstärke

Sprechtempo

Sprachmelodie

Sprechpausen

Präsentation

Laut Duden: das Vorstellen, das Präsentieren.

Es handelt sich also um Ausführungen, ein Produkt, ein Projekt, eine Dienstleistung oder einen Sachverhalt vorzustellen.

Im spezielleren Sprachgebrauch ist eine Präsentation ein Weg zur Visualisierung eines Vortragsthemas. In Reden, Vorträgen,  Vertriebsgesprächen, Besprechungen und Seminaren werden oft Präsentationen eingesetzt.

Eine Präsentation ist eine Abfolge von Bildern, die die gesprochenen Aussagen des Redners direkt unterstützen und ergänzen:

Schlagworte
Abbildungen, die Zusammenhänge verdeutlichen
Grafische statistische Auswertungen
Bilder - ideal ist es, wenn neben den Ohren und Augen auch noch die Emotionen der Teilnehmer adressiert werden können

Präsentationen mit den dazu gehörenden Folien werden häufig mit dem Programm MS Powerpoint erstellt und mit Hilfe eines Overheadprojektors oder eines Beamers mit Laptop projiziert.

Durch Präsentationen werden komplexe Themen verständlicher dargestellt als es nur mit Worten möglich wäre. Zusätzlich können sich die Teilnehmer eines visuell unterstützten Vortrags besser an die Inhalte erinnern.

Trotz aller Möglichkeiten, die sich mit Präsentationen erschließen, bleibt der Redner das wichtigste Element eines Vortrags.

Präsentieren

Laut Duden: vorstellen; überreichen, anbieten; vorlegen; ...; sich präsentieren (sich zeigen)

Für uns: Durchführen eines Vortrags mit Unterstützung durch eine Präsentation.

Rhetor

Laut Duden: Redner der Antike.

Rhetorik (oft falsch: Retorik, Rethorik)

Laut Duden:

a) Wissenschaft von der wirkungsvollen Gestaltung öffentlicher Reden; vgl. Stilistik (1);

b) Redebegabung, Redekunst;

c) Lehrbuch der Redekunst.

Also aus unserer Sicht: Die Summe aller Mittel, mit denen eine Rede zum Erfolg geführt werden kann:

Inhalt des Vortrags
Struktur der Rede
Vorbereitung des Ereignisses
Umgang mit Lampenfieber
Körpersprache
Wortschatz
Einsatz von Stilmitteln und Techniken
Techniken, um Akzente zu setzen
Umgang mit Fragen und Zwischenrufen
Hilfsmittel zur Unterstützung des Redners
Hilfsmittel zur besseren Verdeutlichung des Redeinhalts

Rhetorisch (oft falsch: retorisch, rethorisch)

Laut Duden:

a) die Rhetorik (a) betreffend, den Regeln der Rhetorik entsprechend; ...
rhetorische Frage: nur zum Schein [aus Gründen der Rhetorik (a)] gestellte Frage, auf die keine Antwort erwartet wird;

b) die Rhetorik (b) betreffend, rednerisch;

c) phrasenhaft, schönrednerisch.

Also aus unserer Sicht: rhetorische Hilfsmittel sind all jene, besonders sprachlichen Stilmittel, die speziell dafür eingesetzt werden, einen Vortrag zum Gelingen zu führen.

Die letzte Variante aus dem Duden - c) - deutet schon darauf hin, dass bei jeder Übertreibung schnell die Glaubwürdigkeit auf dem Spiel stehen kann.

Transaktion

Elementares Kommunikationsgeschehen in Einzelschritten zwischen zwei Personen: Person A kommuniziert etwas und Person B reagiert darauf.

Transaktionsanalyse

Analyse der Kommunikations-Transaktionen zwischen Menschen. Kern des Verfahrens ist die Unterscheidung des Eltern-, Erwachsenen- und Kindheits-Ichs zur Klärung von Kommunikationsproblemen und Konfliktsituationen. Thomas A. Harris mit seinem bekannten Buch "Ich bin o.k. - Du bist o.k." und Eric Berne haben diese Lehre wissenschaftlich begründet.

Verbal

Laut Duden: als Verb gebraucht; wörtlich; mündlich.

Also für uns: All jene Botschaften, die mit gesprochenen Worten, d.h. verbal, übermittelt werden.

Visualisieren

Laut Duden: optisch darstellen

Darstellung von Informationen in Bildern, d.h. Visualisierungen.

Visualisierung

Laut Duden: optische Darstellung

Ein Bild spricht mehr als 1.000 Worte ... aus diesem wohlbekannten Grund werden Themen zusätzlich zum geschriebenen und gesprochenen Wort oft in Bildern dargestellt.

Die Ziele, die damit verfolgt werden, sind:

Bessere Verständlichkeit eines komplexen Themas

Bessere Verankerung der Inhalte im Gedächtnis der Teilnehmer, weil zwei Wahrnehmungssinne - Ohr und Auge -  adressiert werden

Mit besonders geeigneten Visualisierungen kann sogar noch ein dritter Wahrnehmungskanal - die Emotionen - angesprochen werden

Als Visualisierungsmittel werden die folgenden Hilfen in Reden, Seminaren, Produktpräsentationen und Besprechungen eingesetzt:

Tafel
Whiteboard
Flipchart
Tischflipchart
Moderationswände mit Moderationskarten
Präsentationen z.B. auf der Basis von MS PowerPoint
Zum Thema passende Gegenstände, die herumgereicht werden

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