Martin Adler - Kommunikation - Rhetorik
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der Begriff mit Liebe? mit Methode? Neuigkeiten Literatur Sprache  Rhetorik  und sonst?
  

   Rhetorik - die Kunst des Redens.

Der Begriff "Rhetorik" beschreibt alle Zutaten, die zu einer wirkungsvollen, überzeugenden Rede in der Öffentlichkeit notwendig sind. Insbesondere gehören dazu:

Die verwendete Sprache, die benutzten Worte.  

Auf den üblichen Sprachschatz Ihres Publikums werden Sie sich mit den von Ihnen benutzten Worten und Satzkonstruktionen einstellen, damit das Zuhören leicht fällt und damit Sie verstanden werden. Das gilt ganz besonders für
Fachbegriffe
Fremdwörter
Modewörter
Denglische Begriffe

Manchmal werden Sie es als Quadratur des Kreises empfinden, wenn Sie mehrere verschiedene Gruppen in einer Veranstaltung zu Gast haben. Sie werden dann Mittel anwenden, um möglichst vielen Zuhörern gerecht zu werden.

In manchen Kreisen ist es nötig, bestimmte, oft kryptische Fachbegriffe zu verwenden, um "dazu" zu gehören, d.h. als kompetent zu gelten. Diese Variante wird gelegentlich als "Bullshit Bingo" bezeichnet.  Auch hier denken Sie bitte daran, dass nicht alle im Publikum dieser Begriffe mächtig sind. Übrigens ... strapazieren Sie die Geduld Ihres Publikums nicht mit einer dauernden Wiederholung von Modewörtern.

Reden Sie furztrocken oder in Bildern? Letzteres ist jedenfalls viel spannender, weil es die Fantasie Ihrer Zuhörer anregt. Ihr Publikum kann sich das in einer bildhaften Sprache Gesagte viel besser und mit einem positiven Vorzeichen merken. Geschichten erzählen gilt bei den Zuhörern ebenso als Hit. Zum bildhaften Reden gesellt sich das Anwenden von Stil- und Hilfsmitteln, die Ihre Ausführungen abwechslungsreicher gestalten und damit Ihr Publikum vor dem Einschlafen bewahren.

Manche scheinbar ganz normalen Wörter und Redewendungen lösen beim Zuhörer ungewollte Emotionen aus:
... aber ... - wird oft als niedermachen empfunden
... ich muss mal nachsehen ... - empfunden wird "der will ja gar nicht"
usw.

Viele Dinge können auf zwei oder mehr Weisen dargestellt werden. Ein gutes Beispiel ist dafür ist das halb volle bzw. halb leere Glas Wasser. Sie haben es in der Hand, ob Sie als positiver Mensch oder als Schwarzmaler gesehen werden! Was wird wohl günstiger sein, wenn Sie überzeugen wollen?

Die Stimme und die Aussprache.  

Haben Sie Ihren Dialekt oder Akzent so getrimmt, dass alle Sie verstehen? Verschlucken Sie Endungen? Nuscheln Sie? Jeder, der Sie nicht richtig versteht, wird Sie für inkompetent halten!

Ist Ihre Stimme recht hoch? Sie glauben nicht, wie belastend es ist, eine Stunde lang einer zu hohen Stimme zu lauschen; das geht bis zum Auftreten von Kopfschmerzen und Aggressionen. Eine tiefe Stimme verhilft Ihnen zu bedeutend verbesserter Akzeptanz.

Wussten Sie, dass einige Menschen, ohne es zu ahnen, viel zu schnell sprechen? Und was meinen Sie, welcher Anteil unserer Mitmenschen zu langsam spricht? Es macht natürlich Sinn, Ihre Sprechgeschwindigkeit auf Ihr Publikum anzupassen:
langsamer
für Mitmenschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist
für Senioren
 
normal
ist meist für alle anderen Personengruppen okay
 
schnell
für sehr schnell sprechendes Publikum, z.B. Jugendliche
eine schnellere Sprache wirkt manchmal kompetenter - jedoch nur, wenn sie verstanden wird!
eine schnellere Abfolge der Worte erschöpft schneller die Konzentration der Zuhörer

Schließlich ist die Lautstärke Ihrer Stimme ein wichtiger Parameter. Sehr oft spricht jemand zu leise. Er wird schlecht verstanden; manch einer wird ihm nicht glauben, was er gerade erzählt. Umgekehrt können die wenigen Laut-Sprecher zu einer echten Herausforderung für ihre Zuhörer werden.

   Das Auftreten und die Körpersprache.

Fragen über Fragen:
Schauen Sie Ihren Zuhörern in die Augen?
Stehen Sie aufrecht?
Kleider machen (noch immer) Leute! Sind Sie passend gekleidet?
Zeigt Ihr Körper die gleiche Überzeugung vom Thema wie Ihre Worte oder widersprechen sich die beiden gar? Ihr Körper sagt nämlich meistens die Wahrheit; so jedenfalls fühlen es Ihre Zuhörer.
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was der richtige Abstand zu Ihren Gesprächspartnern ist?

Behalten Sie bitte im Blick, dass diese scheinbaren Äußerlichkeiten für viele unserer Mitmenschen bestimmend sind. Ein paar viel gebrauchte Redewendungen zeigen, wie tief diese Dinge verankert sind:
Der kann mir nicht in die Augen sehen
Kleider machen Leute
Der glaubt ja selber nicht, was er da erzählt
Abstand wahren ist der kürzeste Weg in die Nähe des anderen

   Struktur und Wegweisung.  

Ein Highlight am Anfang zieht die Aufmerksamkeit Ihres Publikums auf Sie. Um Ihnen gut folgen zu können, braucht es eine transparente Struktur des Inhalts. Mit einem kernigen Schluss merken sich Ihre Zuhörer, was Sie erreichen wollen und Sie bleiben in guter Erinnerung. Orientierung und Ordnung sind gerade beim Reden wichtige Schritte zum Erfolg.

Schon Dr. Martin Luther meinte "Du kannst über alles predigen, jedoch nicht über 40 Minuten!". Welche Zeit gilt heute, 500 Jahre später? Welches Zeitlimit setzen Sie sich bis zum nächsten Medienwechsel? Bis zur Pause? Bis zum Ende?

Zum Nachdenken.  

Bei ... merken sich die Zuhörer von Ihren Ausführungen etwa ...
trockener Rede 10%
bildhafter Rede ... 20%
   + aussagefähige Bilder 40%
   + anfassen und/oder mitmachen 60%
   + Emotionen 80%

   Und jetzt?     

Punkte über Punkte?! Was hilft, kann ein über diese Punkte ganzheitlich orientiertes Rhetoriktraining sein. Praktische Übungen sollten zur Diagnose und zum Erleben von Fortschritten enthalten sein. In der Gruppe, einzeln oder im Stil von Beratung. Legen Sie unbedingt Wert darauf, dass Sie mit Ihrer Persönlichkeit ein gutes Bild in Reden, Vorträgen und Präsentationen hinterlassen können. Ein gutes Rhetorikseminar hilft Ihnen ...

herauszufinden, ob Ihr Selbstbild sich mit dem Eindruck Ihrer Umwelt deckt
zu diagnostizieren, welche Punkte optimierungsfähig sind
Ihre Wachstumsfähigkeiten zu erkennen
Ihr Selbstbewusstsein auf einen guten Stand zu bringen
wirkungsvoll und mit wenigen unerwünschten Nebenwirkungen zu kommunizieren
unangenehme Marotten, die sich über die Zeit klammheimlich eingeschlichen haben, loszuwerden

Noch Fragen? eMail an Martin Adler!

 

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