Martin Adler - Autor - Ethik und Werte
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Ethik und Werte.  

Was ist Ethik und was sind Werte?     

Aus einem Interview mit Prof. Dr. Thomas Schirrmacher habe ich folgendes mitgenommen: Ethik ist die Lehre bzw. das Nachdenken über das was "richtig und falsch" bzw. "gut und schlecht" ist. In der Bibel wird "richtig und falsch" oder "gut und schlecht" - und nichts anderes - mit "gut und böse" bezeichnet; Sie finden diese Begriffe das erste Mal in der Erzählung vom Sündenfall mit Adam und Eva.

Werte sind die Ergebnisse dieser Lehre bzw. dieses Nachdenkens, also Dinge, die wichtig sind. Sie münden oft in Gebote und Verbote hinein. Werte haben einen so allgemeinen Charakter, dass damit die meisten der hunderttausende von Gesetzen, Paragraphen und Verordnungen hinfällig würden. So lese ich immer wieder die Ansicht, dass die Zehn Gebote in der Bibel vollkommen ausreichend seien; ich selbst sympathisiere durchaus mit dieser Sicht.

  Werte, die mir wichtig sind.

Gott hat die Welt, die Pflanzen und die Tiere geschaffen. Das heißt für mich, respektvoll und dankbar mit ihnen umzugehen.

Gott hat die Rasse "Mensch" als Gegenüber für sich selbst erschaffen. Diese Position an oberster Stelle in der "irdischen Nahrungskette" gibt uns eine besondere Verantwortung. Jeder einzelne Mensch wie wohl überhaupt jedes Lebewesen wird von Gott ins Leben gerufen. Weil auch leibliche Geschwister oft eine Art Hassliebe miteinander praktizieren ist dies keinesfalls eine Beschreibung von Friede-Freude-Eierkuchen, sondern spiegelt das Miteinander, wie es unter den Menschen tatsächlich ist, wider. Für mich bedeutet dies, meine "Geschwister" liebevoll zu behandeln, wie ich es bereits an anderer Stelle beschrieben habe.

Der Mensch ist von Grund auf schlecht. Beginnend mit der Geschichte vom Sündenfall bei Adam und Eva haben sich die Menschen, wann immer sich eine Gelegenheit dazu ergab, von den Geboten Gottes abgelöst und sich verselbständigt. Analog hierzu erschüttern Menschen laufend die Ordnungen, die sie sich selbst untereinander geben. Wachsam, konsequent und  liebevoll möchte ich deshalb mit meinen Mitmenschen umgehen. Dazu gehört auch, anderen Menschen und manchmal auch mir selbst vergeben zu können.

Ein handfester Wertekatalog: Die Zehn Gebote

Die Zehn Gebote aus dem 20. Kapitel des 2. Buch Mose im Alten Testament der Bibel beschreiben die wichtigsten Regeln unseres Zusammenseins, damit wir eine Chance auf ein geregeltes, glückliches und erfülltes Leben haben.

Die Gebote drei bis zehn sind wohl glasklar für jedermann - egal zu welchem Glauben er sich bekennt.

Das erste Gebot bezieht sich auf den Gott Jahwe der Juden und der Christen. Unabhängig vom Glauben macht es für jedermann Sinn zu überlegen, welches meine Götter/Götzen sind, denen ich anhänge: Mein Haus? Mein Auto? Mein Schaukelpferd? Mein Geld? Mein Job? ... Alles klar?

Auch das zweite Gebot bezieht sich auf Jahwe. Trotzdem kann sich ein jeder die Frage stellen, inwieweit er Gutes, das mitten in seinem Leben steht, so missbraucht, dass Schlechtes daraus wird. Wenn ich über gute Dinge laufend schlecht rede, wird am Ende kein gutes Haar mehr daran bleiben.

Ersetzen Sie im dritten Gebot das Wort "Sabbat" ruhig einmal durch "Ruhetag" oder "Feiertag". Es gibt ein schönes Beispiel, dass diese Regel Sinn macht. In der früheren UdSSR versuchte man, die Sieben-Tage-Woche durch einen zehntägigen Rhythmus zu ersetzen, um die Produktivität zu erhöhen. Das Resultat waren ein erheblich wachsender Krankenstand und somit eine sinkende Produktivität, so dass zur "guten alten" Sieben-Tage-Woche zurückgekehrt wurde.

 

Übersetzung Neues Leben Übersetzung nach Luther 1912
Erstes Gebot Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. Du sollst außer mir keine anderen Götter haben. Du sollst dir kein Götzenbild anfertigen von etwas, das im Himmel, auf der Erde oder im Wasser unter der Erde ist. Du sollst sie weder verehren noch dich vor ihnen zu Boden werfen, denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott! Ich lasse die Sünden derer, die mich hassen, nicht ungestraft, sondern ich strafe die Kinder für die Sünden ihrer Eltern bis in die dritte und vierte Generation. Denen aber, die mich lieben und meine Gebote befolgen, werde ich bis in die tausendste Generation gnädig sein. Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;  und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.
Zweites Gebot Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen. Denn der Herr wird jeden bestrafen, der seinen Namen missbraucht. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.
Drittes Gebot Denk an den Sabbat und heilige ihn. Sechs Tage in der Woche sollst du arbeiten und deinen alltäglichen Pflichten nachkommen, der siebte Tag aber ist ein Ruhetag für den Herrn, deinen Gott. An diesem Tag darf kein Angehöriger deines Hauses irgendeine Arbeit erledigen. Das gilt für dich, deine Söhne und Töchter, deine Sklaven und Sklavinnen, dein Vieh und für alle Ausländer, die bei dir wohnen. Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel, die Erde, das Meer und alles, was darin und darauf ist, erschaffen; aber am siebten Tag hat er geruht. Deshalb hat der Herr den Sabbat gesegnet und für heilig erklärt. Gedenke des Sabbattags, daß Du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken; aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
Viertes Gebot Ehre deinen Vater und deine Mutter. Dann wirst du lange in dem Land leben, das der Herr, dein Gott, dir geben wird. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, daß dir der HERR, dein Gott, gibt.
Fünftes Gebot Du sollst nicht töten. Du sollst nicht töten.
Sechstes Gebot Du sollst nicht die Ehe brechen. Du sollst nicht ehebrechen.
Siebtes Gebot Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht stehlen.
Achtes Gebot Du sollst keine falsche Aussage über einen deiner Mitmenschen machen. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Neuntes und zehntes Gebot Gebot Du sollst den Besitz deines Nächsten nicht begehren: Weder sein Haus, seine Frau, seinen Sklaven, seine Sklavin, sein Rind, seinen Esel oder sonst etwas, das deinem Nächsten gehört. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Nächster hat.

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